„räuberische“ Pilze
Viele ► Pilze Pilze sind chlorophyllfreie Organismen mit heterotropher Ernährungsweise (Ernährung durch Aufnahme organischer Nahrung), die sich durch Sporen verbreiten und vermehren. Alle zeichnen sich durch ein enormes Substratspektrum aus. Auf Grund ihrer sessilen Lebensweise können sie ihre Beute nicht aktiv verfolgen, so dass sie in ihrer Substratwahl eingeschränkt sind. Allerdings haben sich einige Pilze darauf spezialisiert, zumeist erdbewohnende Kleintiere (wie z. B. Regenwürmer oder Nematoden) zu fangen, in dem sie das „Fallenstellen“ gelernt haben. Der Pilz der Gattung Die Gattung ist eine systematische Kategorie oberhalb der Art, die mehrere Arten zusammenfasst. Dactylaria formt mit sterilen Strukturen im Hymenium Fruchtschicht, Bereich in dem sich die Sporen entwickeln. Siehe Basidiosporen. , so genannten Cystiden, Schlaufen oder Netze, die als Falle fungieren. In vielerlei Hinsicht erinnern diese Fallen an die bekannte Venus-Fliegen-Falle. Wie bei ihr werden auch beim Pilz die Mechanismen durch physischen Kontakt ausgelöst. Kriecht ein Wurm durch eine Pilzschlaufe, so zieht sich diese zu und hält den Wurm fest. Wenn dieser seine Gegenwehr aufgegeben hat, wachsen Hyphen (aus dem griech. = das Gewebte) meistens verwendet für fadenförmige, evtl. verzweigte, Schimmelpilzzelle. Die Hyphen dienen der Ernährung oder der in ihn ein. Der Pilz dringt also in den Wurm ein und verdaut das tierische Material von innen. Eine andere Gruppe räuberischer Pilze befällt das Opfer durch auskeimende Sporen Der Begriff Sporen ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet so viel wie das Säen, die Saat oder der Samen. , die mit der Nahrung aufgenommen wurden. Den Abschluss bildet eine Gruppe Pilze, die bei einem physischen Kontakt mit einem Lebewesen eine Ladung Sporen in das Gewebe des Opfers, z. B. eines Wurms, schießt.